Notfälle
Keine zwingenden Notfälle sind:

In diesen Fällen ist unverzüglich mit Ihrer Praxis oder ggf. dem entsprechenden Notdienst Kontakt aufzunehmen. Bei dem Telefonat kann geklärt werden, wie schnell Handlungsbedarf besteht. Hier einige Beispiele für echte Notfälle, die aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben:

  • plötzlich auftretende Apathie oder Bewegungsunlust
  • (Auto-) Unfälle (auch wenn Sie keine Verletzungen sehen, der Schock kann tödlich sein!)
  • blutende Verletzungen, die größer als 3 cm sind und die nach 10 Minuten immer noch bluten (wenn eine Pfote verletzt ist, dürfen Sie aber gern einen lockeren Verband anlegen)
  • Atemnot, besonders bei bekannt herzkranken Tieren
  • plötzliche Lähmungen
  • plötzlich auftretende Lahmheit, die nicht nach 2 Stunden besser wird
  • Krampfanfälle
  • plötzliche Veränderungen am Auge
  • Verbrennungen oder Hitzschlag
  • plötzliche Auftreibungen im Bauchraum
  • Erbrechen, was plötzlich auftritt und sich in kurzen Abständen mehrfach wiederholt
  • Befall mit Fliegenmaden (bei Kaninchen oder Meerschweinen im Sommer gar nicht so selten)
  • Verklebungen des Fells mit Motoröl oder Teer
  • plötzliche Kopfschiefhaltung oder Kopfschütteln
  • Geburtsstörungen (mehr als 4 Stunden kein Welpe)
  • Zecken, die nicht vollständig entfernt wurden oder die noch komplett in der Haut sitzen
  • Flöhe
  • Würmer, die erbrochen oder aus dem After ausgeschieden werden
  • Rolligkeit einer jungen Kätzin
  • Kratzer (z.B. nach einem Spaziergang im Wald, kleine kaum blutende Verletzungen)
  • Ekzeme
  • abgerissene Krallen, die nach 10 Minuten nicht mehr bluten
  • gefundene Jungvögel oder Igel, die mehr als 350g wiegen.
  • Erbrechen oder Durchfall, der schon länger beobachtet wurde

Die hier beschriebenen Probleme sind durchaus behandlungsbedürftig, aber in den regulären Sprechzeiten der Tierarztpraxis, nicht unbedingt im Notdienst.

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